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Sommerkonzert MissTöne

29.06.2019 - 17:00 Uhr

im katholischen Pfarrheim in Neukirchen

Jakobusplatz 1, 41516 GV

 

 

Ein Bericht von Heinz London (MGV Haideröschen Rosellerheide) vom 19.09.2017

(in gekürzter Fassung veröffentlicht in der NGZ vom 03.10.2017)

Ehrung für Hans-Georg Jaeger für 50 Jahre als aktiver Sänger

Passend zur Jahreszeit hatte der Quartettverein Rheingold Neukirchen sein diesjähriges Konzert „Herbstkonzert“ genannt und ins evangelische Gemeindezentrum Haus Bethlehem eingeladen. Zahlreiche Zuhörer waren der Einladung gefolgt, um den „Beliebten Melodien“, so der Untertitel der sonntäglichen Veranstaltung, zu lauschen.

Der Vorsitzende des rührigen Gesangvereins, Markus Bornefeld, wies in seiner humorigen Begrüßungsrede darauf hin, dass man aber unabhängig von der Jahreszeit das ganze Jahr über immer über die gleichen Themen singen würde, also Wein, Frauen, Liebe…..

Bild vom Herbstkonzert.

Bild: Quartettverein Rheingold Neukirchen (Aufnahme H.London)

Sehr schön gelang direkt zu Anfang das Rheinische Fuhrmannslied von Paul Zoll, das die Sänger des Quartettvereines mit Unterstützung des befreundeten Männerchores MGV „Haideröschen“ aus der Nachbargemeinde Rosellerheide darboten. Die zunächst etwas barsche Abweisung des Fuhrmannes an das schüchtern um Mitfahrt bittende Mädchen und dann die freudig erregte Zustimmung beim Zusteigen der weiblichen Begleitung; ja da zeigte der rund vierzigstimmige Chor gekonnt seine ganze stimmliche Dynamik. Auch den „Frohen Sängermarsch“ von J. Christ intonierten die ausdrucksstarken Männerkehlen sehr stimmgewaltig und fehlerfrei.

Für die musikalische Leitung sorgte auf Seiten der Neukirchener Sänger Chorleiterin Margarete Wegener, während Musikdirektor Johann Martin Sentis für die Darbietungen des MGV „Haideröschen“ verantwortlich zeichnete. Beide Männerchöre boten in der Veranstaltung getrennt ihre Liedvorträge dar und sangen nur gemeinsam zur Eröffnung und zum Abschluss.

Einen Knalleffekt gab es, der für Lacheffekte sorgte. Das laute Miau, von einem Tenor-Sänger zum Abschluss des Liedes „Singe, wem Gesang gegeben“  vorgetragen, um den Katzengesang eines streunenden Katers zu imitieren.

Misstöne gab es auch zu genügend. Aber im positiven Sinne. Dreizehn Damen des gleichnamigen Frauenensembles „MissTöne“ aus Neukirchen sangen im Rahmenprogramm mehrstimmig und boten beste unterhaltsame Sangeskunst. Alle Lieder, auch die nicht deutschen Texte, wurden im Übrigen ausschließlich auswendig dargebracht. Sehr ausdrucksvoll gelang das „Over the Rainbow“ und beim altbekannten „Que sera sera“ schunkelten die Zuhörer mit. Oldies wie „Ich war noch niemals in New York“ von Udo Jürgens oder Reinhard Meys „Über den Wolken“ sorgten für eine prächtige Wohlfühlstimmung im Gemeindesaal. Konzertbesucherin Marita Büchsenschütz aus Delrath, selbst erfahrene Chorsängerin, hatte nach eigenen Worten eine Gänsehaut ob des dargebrachten wohlbekannten Liedgutes.

Der frühere Bundeschorleiter, Michael Schmoll, hatte exklusiv für die Neukirchener Sangesbrüder zwei Gedichte des unvergessenen Komikers Heinz Erhard in Noten gesetzt. Viel Spaß hatten die Zuhörer mit „Die Made“ und „Singe, wem Gesang gegeben“. Beim „Mein kleiner grüner Kaktus“ gab es einen hohen Wiedererkennungsfaktor für die mitgehenden Zuhörer, die begeistert klatschten und Zugaben forderten. Zum Schmunzeln war auch das gesungene Wirrwarr im „MGV Concordia“ und in rheinischer Mundart über den zu kurzen Stummelschwarz einer Ziege ( „Dä Geissestätz“), wo auch das ständige Wässern nicht zu weiterem Wachstum verhalf.

In der Konzertpause wurde mit dem zweite Bass, Hans-Georg Jaeger  ein überaus verdienstvolles Mitglied für 50 Jahre aktive Sängertätigkeit geehrt. 30 Jahre hatte er sich zudem im Vorstand um die Kasse gekümmert. 

Fernsucht und Urlaubsgefühle wurden mit dem altbekannten Evergreen „Eviva Espana“, gut rythmisch vorgetragen, geweckt. Mächtig in den Ohren der Zuhörer klang der Nachhall, mit dem die Sängerschar das spanische Ole zum Schluss dieses Hits aus den 70er Jahren schmetterte.

Nach knapp zwei Stunden endete ein überaus gelungener kurzweiliger Sonntagnachmittag, bei dem auch ein Ohrwurm wie „Sierra Madre del Sur“ zum Schluss der Veranstaltung nicht fehlen durfte.

Erst nach einem lang anhaltenden Beifall und einer Zugabe wurden die Sänger in die anschließende Weinprobe entlassen. 

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